Labyrinth

Das Labyrinth – den eigenen Heldinnen-Weg gehen

Als junge Frau habe ich gemeinsam mit einer Freundin und Mitinitiatorin der FrauenZeit ein Labyrinth aus Feldsteinen gelegt. Es war aufregend und etwas ganz Besonderes. Wir standen im Wald, hielten jeden Stein bewusst in den Händen und legten das Labyrinth Stück für Stück. Magische Momente durchwoben unser Tun. Es dauerte lange, bis das Labyrinth gelegt war und wir es begehen konnten.

Danach geriet das Labyrinth für mich lange Zeit in Vergessenheit. Erst mit der Arbeit als Nüchternheitscoach und dem Schreiben an meinem Buch fiel mir das Symbol wieder in die Hände und ich hatte ein Puzzelteil mehr, um für mich zu veranschaulichen, was es heißt, den eigenen HeldinnenWeg zu gehen, den roten Faden meiner Sucht zu erforschen und mir selbst dabei näher zu kommen.

Das Labyrinth kann vielfältig genutzt werden

Mir hilft es, meinen Weg den ich gehe nicht nur geistig, sondern auch gefühlsmäßig zu verstehen und zu erfahren. Es ist ein Weg mit Kurven und Wendungen. Ein Weg, der nicht geradeaus führt. Ein Weg, der abwechselnd nach Innen und nach Außen geht, seine Richtung wechselt. Es kommt nicht darauf an, schnell ans Ziel zu kommen. Ich weiß, dass ich ins Zentrum zu meinem Selbst kommen werde – egal, ob ich diesen Weg schnell oder langsam gehe. Ich weiß, dass ich im Zentrum verweilen kann, nach Innen lauschen kann, Botschaften auf meine Fragen erhalten kann. Ich weiß aber auch, dass das Innen nicht das Endziel ist, sondern eine Station auf meiner Reise. Ich werde das Zentrum wieder verlassen müssen und denselben Weg nach außen zurückgehen. Und doch wird es nicht der selbe Weg sein, weil ich durch meine Reise nach innen eine Andere geworden bin, die nun den Weg ins Außen wieder antritt – erneut in ihrem eigenen Tempo, mit ihren eigenen Fragen und mit ihren eigenen Antworten.

Das Labyrinth als Kraftsymbol für den nüchternen Weg

Für mich ist das Labyrinth ein wunderbares Symbol, das mich darin erinnert, dass mein Weg niemals nur geradeaus geht. Dass es normal ist, wenn ich Kurven und Windungen zu überwinden habe, dass ich manchmal überhaupt nicht sehen kann, wie es weiter geht und dass ich das auch gar nicht immer wissen muss. Es genügt, wenn ich weiter gehe und lerne zu vertrauen – in meinen eigenen, nüchternen Weg – der immer zu mir in mein Innerstes führt, wenn ich weiter gehe – einfach nur weiter gehe und alle Hindernisse und Zweifel, so wie sie auftauchen, zu überwinden lerne.

Das erste Mal

Zunächst wird es in der Nüchternheit darum gehen, die getroffene Entscheidung trotz aller widrigen Umstände im Äußeren und Inneren aufrecht zu erhalten. Das ist in der Regel die Aufgabe des ersten Jahres. Im ersten Jahr erlebst du alles neu – zum ersten Mal: zum ersten Mal den Frühling und Sommer nüchtern. Zum ersten Mal das Einkaufen ohne Alkohol einzukaufen, zum ersten Mal deinen Geburtstag; zum ersten Mal erzählst du irgendwann, irgendwo, dass du ein abstinentes Leben lebst, zum ersten Mal lehnst du Alkohol ab und trinkst Wasser auf einem Fest, auf dem viel getrunken wird. Zum ersten Mal erlebst du die Euphorie und das Glück in einem Körper, der nicht von Alkohol geschwängert ist und bist unendlich dankbar, diesen Weg gehen zu dürfen. Zum ersten Mal erlebst du aber auch den Kampf in dir, den Suchtdruck und die Stimme, die flüstert: “Komm, Schwesterchen, trink mit mir“.

Den Weg vertrauensvoll weiter gehen

Mit dem Sinnbild des Labyrinths kann ich mir vergegenwärtigen, dass all das Erscheinungen und Phänomene auf meinem Weg sind. Wenn ich weiter gehe, werde ich sie hinter mir lassen können und verstehen, was sie mir sagen wollen. Ich werde lernen, mit den Dämonen, die sich mir in den Weg stellen, erfolgreich umzugehen und ich werde lernen, in meine Richtung, die ich mir vorgenommen habe, weiter zu gehen. Weiter, weiter, immer weiter. Das Betrachten, Malen, Abgehen des Labyrinths hilft mir zu verstehen, dass mein Weg niemals endet: er geht von außen nach innen und von innen nach außen. Meinen roten Lebensfaden gehend und schreibend begreifen.

Mit dem Symbol spielerisch arbeiten

Lerne, ein Labyrinth zu malen. Anleitungen dazu findest du im Netz.

Verbinde dich mit deiner Frage und durchlaufe das Labyrinth mit einem Bleistift.

Gerne kannst du mir deine Erfahrungen mitteilen oder mir Fragen stellen! Ich freue mich, dich kennen zu lernen. Oder du willst mehr über meine Arbeit als Nüchternheitscoach für Frauen erfahren?

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